In 7 Schritten aus dem Hamsterrad des täglichen Wahnsinns aussteigen

Viele Menschen sehen sich zunehmend immer mehr im Rad des täglichen Wahnsinns gefangen. Man funktioniert und reagiert nur noch, genügt dabei allen Anforderungen von Familie, Beruf und sonstigen Dingen und kommt vor lauter Hektik nicht mehr zur Ruhe.

 

Heute möchte ich Euch gerne ein paar Übungen zeigen, wie ihr der Zeit entrinnen könnt und mal bei Euch im Hier und Jetzt ankommen könnt.

Achtsamkeit

Achtsamkeit ist eine bestimmte Form der Aufmerksamkeit, die

  • absichtsvoll ist,
  • sich auf den gegenwärtigen Moment bezieht (statt auf die Vergangenheit oder die Zukunft), und
  • nicht wertend ist.

1. Geh mal vom Gas runter!

Stell Dir vor Du rast mit „100 Sachen“ durch eine wunderschöne Umgebung. Vor lauter Schnellfahren wirst Du dabei nichts von der Schönheit der Natur und Landschaft mitbekommen. Fährst Du hingegen langsam, wird Dir viel mehr auffallen und die Fahrt kann zu einem Genuss werden.

„Bremse“ Dich mal in Deinem Alltag. Verlangsame bewusst die Routinetätigkeiten, wie Zähne putzen, abwaschen, kochen, aber auch am Schreibtisch sitzend Deine täglichen Arbeitsschritte verrichten. Auch das etwas langsamer gehen, hinsetzen, aufstehen hilft dabei. Was auch immer Du tust, verrichte es langsamer als gewohnt.

 

2. Lausche in die Stille

Wir sind während des Tages meist einer permanenten Geräuschkulisse ausgesetzt, an die wir uns längst gewöhnt haben. Die sogenannte „Stille“ ist dabei gar nicht so geräuschlos. Ein Teil unseres Gehirns, der Frontallappen, fungiert dabei wunderbar als Filter, damit wir nicht durch die Reizüberflutung zu stark belastet werden. Dadurch entgehen uns natürlich viele Geräusche die da sind, aber von uns schlichtweg nicht wahr genommen werden.

Schließe Deine Augen und zähle die unterschiedlichen Geräusche, die in Dein Ohr dringen. Du wirst erstaunt sein, wie viele Du nun wahrnehmen kannst, die Du normalerweise überhörst. Jetzt sind sie für Dich da.

 

3. Erfahre Deinen Körper

Meist nehmen wir unseren Körper nur dann wahr, wenn wir Hunger oder Durst haben, wenn wir müde sind, oder wenn er schmerzt.

Diese „Achtsamkeitsübung“ hilft Dir dabei, neben diesen Empfindungen auch andere Dinge wahr zu nehmen, wie die Bewegung einzelner Körperteile, die Spannung der Muskulatur, das Gleichgewicht, die Haltung. Viele Menschen bemerken erst jetzt, dass sie 2 Hände haben, eine Nase, einen Bauch, da sie nun mal ihre Aufmerksamkeit auf sie lenken.

Nimm Dir Zeit und widme Dich nacheinander einer bestimmten Körperregion und schenke ihr Deine volle Aufmerksamkeit. Bewege Dich dabei und spüre, welche Muskeln bei welcher Bewegung angespannt werden.

 

4. Sinnlichkeit beim Essen

Wir essen mehrmals täglich und das oft in Abwesenheit unseres Verstandes. Dieser ist in dieser Zeit mit etwas anderem beschäftigt, wie beispielsweise mit dem Zeitung lesen, TV, über das nächste Problem nachdenken…

Speisen kann so sinnlich sein. Es sind nicht nur die Geschmacksnerven involviert, sondern auch der Geruch und das Aussehen.

Schließe die Augen. Lasse Dich von jemanden einen Happen vor Deine Nase halten, rieche, rate, nimm alle Duftnuancen wahr. Sobald der Happen in Deinem Mund landet, erfühle seine Konsistenz. Schmeckst Du die unterschiedlichen Aromen heraus?

 

5. Halt an

Wir laufen oft im Hamsterrad unsere Runden und bemerken es noch nicht einmal. Deshalb brich mal bewusst aus dem täglichen Funktionieren aus. Stelle Dir dazu eventuell einen Timer im Handy. Das Innehalten kann wirklich zu einer unglaublichen Wohltat werden.

Unterbreche dazu Deine aktuelle Tätigkeit, ganz egal, was sie gerade ist. Widme Dich dann mit Deiner vollen Aufmerksamkeit der aktuellen Situation. Bleibe im Hier und Jetzt und drifte nicht in die Vergangenheit oder Zukunft ab. Betrachte Deine Umgebung und lenke dabei Deine Aufmerksamkeit auf die unmittelbaren Geräusche, Gerüche, Sinneswahrnehmungen.

Und lass dabei sämtliche Bewertung aus dem Spiel. Nimm alles so hin, wie es gerade ist.

 

6. Geh mal offline

Überall und permanent werden wir mit Informationen überflutet. Smartphone, Radio, Fernseher Computer, Emails, Telefon. Wie war das damals, als wir noch jung waren? Das versuche ich täglich meinen Sohn zu erklären. Oft sind die Menschen um uns herum durch diese ständige Torpedierung komplett reizüberflutet. Daher gehe bewusst offline.

Gönne Dir regelmäßige „digitale Auszeiten“. Einen Tag ohne Radio, TV, Smartphone. Da laufen schon viele Menschen im Kreis. Für den Anfang nimm Dir das Email-, whatsApp-, Facebook- und co. checken zu einer bestimmten Zeit vor. Stell den AB an und genieße die Stille. Nimm Dir mal ein schönes Buch zur Hand, anstelle den Fernseher hoch und runter zu zappen.

 

7. Temporäres Nichtstun

Wir sind es gewohnt, ständig beschäftigt zu sein, oder sogar von außen beschäftigt zu werden. Das immer und ständig lenkt uns von uns selber ab. Wir verlernen zunehmend, uns selbst wahrzunehmen. Das fatale daran ist, je lauter die Geräusche und Stimmen von außen sind, desto leichter überhören wir die eigene innere Stimme.

Daher gönne Dir bewusste Auszeiten von der Außenwelt. Kennst Du noch das Wort „Muße tun“?

Das ist das Nichts tun. Also wirklich NICHTS! Kein Buch, kein Sport.

Lege Dich hin oder setze Dich auf eine Bank und sei so gut, nimm Dich bewusst wahr. Welche Gedanken gehen Dir momentan durch den Kopf, wie fühlst Du Dich dabei, und was spürst Du körperlich?

 

 

Ach übrigens, der Weg ist das Ziel. Integriere Step by Step alle Punkte in Dein Leben und Du wirst sehen, wie es Dir mehr und mehr zur Gewohnheit werden wird.

Inspirierende Momente wünscht Dir

Deine Bianca Esser

 

 

 

 

 

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